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40jähriges Dienstjubiläum unseres Organisten

Am 01. Juli 1981 begann Manfred Preuß seine hauptamtliche Tätigkeit als Organist und Chorleiter. Nun konnten die die Gläubigen der Pfarrei Heilige Dreikönige in einem Festhochamt und einem anschließenden Empfang auf sein 40jähriges Dienstjubiläum blicken. Wir sprachen mit Manfred Preuß.


Lieber Manfred, vor 40 Jahren hast du unter Pfarrer Schulte in der Pfarrei St. Joseph deine Tätigkeit begonnen. Woran erinnerst du dich gerne? Was war spannend? Was hat dich auch gerade als junger Musiker an dieser Aufgabe gereizt?


Gern erinnere ich mich an die damaligen Sängerinnen und Sänger von Chor und Schola St. Joseph. Sie haben mir das „Ankommen“ leicht gemacht. Das war wichtig, denn so kurz nach der Schule hatte ich, was Chorleitung anging, kaum Erfahrung und konnte somit zunächst Praxis sammeln und dazulernen. Hinzu kam, dass mir mit der Orgel von St. Joseph ein ausgezeichnetes Übe-Instrumentzur Verfügung stand und ich mich auf die Aufnahmeprüfung für die Musikhochschule vorbereiten konnte.


Inwieweit hat sich die Kirchenmusik insbesondere die Chormusik verändert? Wie gestaltet sich heute in der Pfarrei Heilige Dreikönige die Kirchenmusik? Was denkst du als Kirchenmusiker über die vielfältigen Gottesdienstformen?


In 40 Jahren hat sich nicht nur, was die Chorliteratur angeht einiges geändert. Auch das Selbstverständnis und die Rolle des Chores in der Gemeinde hat sich gewandelt. Früher und auch vor meiner Zeit galt der Chor als elitäre Gruppe, die ihr eigenes Ding machte und und irgendwie getrennt von der Gemeinde gesehen wurde.

Heute ist diese Abgrenzung immer weniger spürbar.

Viele aktive Chormitglieder sind mittlerweile in vorgerücktem Alter. Trotzdem hoffe ich, dass auch nach der Corona-Pandemie die traditionellen Chorsätze erklingen. Eine weitere Herausforderung wird es sein, neben den Eucharistiefeiern an Hochfesten und Feiertagen andere Gottesdienstformen mitzugestalten. Zu nennen sind dabei Andachten, Wortgottesfeiern, aber auch Gottesdienste mit besonderen Intentionen.

Das Besondere daran ist für mich die Auseinandersetzung mit liturgischen Texten zu einem speziellen Thema, um dazu passende Lieder und Musikstücke auszuwählen. Da kann und darf es auch sein, dass weltliche und sakrale Musik sich gegenseitig ergänzen.

Wozu dient die Kirchenmusik in heutiger Zeit? Was kann durch die Musik bei den Menschen geschehen?

Welches Projekt wäre für dich heute spannend?


Fester Bestandteil der Liturgie ist die sicherlich die Musik. Sie sollte sich nicht unterordnen

sondern gleichberechtigt auf Augenhöhe sein. Sie sollte sich auch nicht verstecken -

sondern selbstbewusst auftreten. Das große Potential der Tonsprache ist, dass gerade dort, wo Worte an ihre Grenzen kommen, Musik die Herzen der Menschen berührt. Genau darin besteht die Chance, in besonders schwierigen Zeiten die Menschen zu erreichen.

In Zukunft könnte ich mir vorstellen, dass neben dem traditionellen Kirchenchor die Projektchor-Gruppe steht. Beides sollte sich ergänzen und die Vielfalt in unserer Pfarrei Hl. Dreikönige zum Ausdruck bringen.


40 Jahre kirchlicher Dienst sind keine Selbstverständlichkeit. Ein paar kurze Sätze von dir, lieber Manfred, zum Schluss:


1981 habe ich mir nicht vorstellen können, über einen so langen Zeitraum, in ein

und derselben Gemeinde tätig zu sein. Rückblickend auf 40 Jahre Kirchenmusik spüre ich, wie wertvoll und wichtig mir dieser Dienst ist. Das gilt vor allem für Zeiten , in denen vieles infrage gestellt war.

Die Feier meines Jubiläums, der Festgottesdienst und die vielen lieben Wünsche haben

gezeigt, dass ganz viel von dem zurückkommt, was man gibt.

Meine tiefe Dankbarkeit möchte ich abschließend mit einem Zitat ausdrücken:


SOLI DEO GLORIA“ -GOTT ALLEIN SEI DIE EHRE“


Johann Sebastian Bach hat diese Worte in abgekürzter Form unter seine komponierten

Werke geschrieben.


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